Lehrgang 29: Notfallsanitäter/-in für Rettungsassistenten > 2011 VP



Voraussetzungen

Für die Anmeldung zum Lehrgang:

  • Nachweis über die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung „Rettungsassistentin“ oder „Rettungsassistent“ nach dem 1.1.2012 (unbeglaubigte Kopie)
  • Erklärung über Straf- und Ermittlungsverfahren
  • Erklärung über gesundheitliche Eignung

Zum ersten Seminar bzw. zur Staatsprüfung (erst nach Aufforderung):

  • Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung Rettungsassistent/in (Original)
  • körperliche, geistige und persönliche Eignung (Original ärztliches Zeugnis)
  • Polizeiliches Führungszeugnis, Belegart an Behörden

Ablauf

  • Beginn: 01.10.2017
  • Dauer: 10 Monate bei Regelstudienzeit
  • Dauer: 4 Monate bei verkürzter Studienzeit
  • Lehrbriefe: 32
  • Abschluss: Staatliche (Voll-)Prüfung Notfallsanitäter/-in

Präsenzphasen

  • 160 Stunden Praktika (freiwillig)
  • 23 Tage Seminar (230 Stunden)

Seminare

Bei Regelstudienzeit:
  • 12.03.2018 – 17.03.2018 Seminar G1
  • 09.04.2018 – 13.04.2018 Seminar G2
  • 11.06.2018 – 16.06.2018 Seminar G7
  • 02.07.2018 – 07.07.2018 Seminar G8

Bei verkürzter Studienzeit:

  • 12.09.2017 – 16.09.2017 Seminar G1
  • 09.10.2017 – 13.10.2017 Seminar G2
  • 06.11.2017 – 11.11.2017 Seminar G7
  • 04.01.2018 – 10.01.2018 Seminar G8

Kosten

Die Studiengebühr beträgt 2190.00 €.
  • zahlbar in 10 monatlichen Raten zu 219.00 € (Regelstudienzeit)
  • zahlbar in 4 monatlichen Raten zu 547.50 € (verkürzte Studienzeit)

(Exkl. Prüfungsgebühr, s.u.)

Staatliche (Voll-)Prüfung

  • Die staatliche Prüfung ist nicht Bestandteil des Studienvertrages.
  • Sie melden sich im ersten Seminar über die Rettungsdienst-Akademie beim Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Düsseldorf zur staatlichen Prüfung an.
  • Die staatliche Prüfung dauert ca. 5 Tage.
  • Die Prüfungsgebühr beträgt € 800,00

Zulassung

Dieser Lehrgang ist von der ZFU unter der Nummer 591914 zugelassen.

Möchten Sie nun…

Bitte geben Sie in der Studienanmeldung unbedingt das Datum Ihrer Berufsurkunde Rettungsassistent/-in,
z. B. Beruf Rettungsassistent/-in 12.12.2012

…zur Online-Anmeldung
…Flyer herunterladen [PDF, 860 KB]
…Studienhandbuch herunterladen [PDF, 1630KB]
…Studienhandbuch anfordern
…per E-Mail Fragen zum Lehrgang stellen

Notfallsanitäter/-in für Rettungsassistenten nach dem 1.1.2012

Rechtsgrundlage

Sie haben die freie Schulwahl, Sie können also frei wählen, in welchem Bundesland und an welcher Schule Sie die staatliche Prüfung ablegen möchten und beantragen dort die Zulassung zur staatlichen Prüfung. Die zuständige Behörde genehmigt Ihren Wunsch auf Antrag, sofern nicht wichtige Gründe dagagen sprechen. Vom dort zuständigen Gesundheitsamt, also dem Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, erhalten Sie die Berufsurkunde. Diese gilt bundesweit und muss Ihren örtlichen Behörden nicht vorgelegt werden. Sie legen Sie nur Ihrem Leiter Rettungsdienst vor.

Themenbereiche

Der Fernlehrgang umfasst die Themenbereiche:

  • Kommunikation und Interaktion mit sowie Beratung von hilfesuchenden und hilfebedürftigen Menschen unter Berücksichtigung des jeweiligen Alters sowie soziologischer und psychologischer Aspekte
  • Handeln im Rettungsdienst an Qualitätskriterien ausrichten, die an rechtlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen orientiert sind
  • Bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken, lebenserhaltende Maßnahmen und Maßnahmen zur Abwendung schwerer gesundheitlicher Schäden bis zum Eintreffen der Notärztin oder des Notarztes oder dem Beginn einer weiteren ärztlichen Versorgung durchführen

Praktika (freiwillig, empfohlen)

  • 40 Stunden in einer Notfallaufnahme
  • 40 Stunden in Anästhesie/OP
  • 80 Stunden in einer Rettungswache

Staatliche (Voll-)Prüfung

Die staatliche Ergänzungsprüfung nach § 32 Absatz 2 Satz 1 des Notfallsanitätergesetzes umfasst einen schriftlichen, einen mündlichen und einen praktischen Teil.

Schriftlicher Teil der Prüfung

Der schriftliche Teil der Prüfung erstreckt sich auf die folgenden Themenbereiche:

  • Rettungsdienstliche Maßnahmen und Maßnahmen der Gefahrenabwehr auswählen, durchführen und auswerten; Abläufe im Rettungsdienst strukturieren und Maßnahmen in Algorithmen und Einsatzkonzepte integrieren und anwenden
  • bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken, lebenserhaltende Maßnahmen und Maßnahmen zur Abwendung schwerer gesundheitlicher Schäden bis zum Eintreffen der Notärztin oder des Notarztes oder dem Beginn einer weiteren ärztlichen Versorgung durchführen.
  • Handeln im Rettungsdienst an Qualitätskriterien ausrichten, die an rechtlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen orientiert sind; Auf die Entwicklung des Notfallsanitäterberufs im gesellschaftlichen Kontext Einfluss nehmen

Mündlicher Teil der Prüfung

Der mündliche Teil der Ergänzungsprüfung erstreckt sich auf die folgenden Themenbereiche:

  • Notfallsituationen bei Menschen aller Altersgruppen sowie Gefahrensituationen erkennen, erfassen und bewerten.
  • Kommunikation und Interaktion mit sowie Beratung von hilfesuchenden und hilfebedürftigen Menschen unter Berücksichtigung des jeweiligen Alters sowie soziologischer und psychologischer Aspekte,
  • bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken, lebenserhaltende Maßnahmen und Maßnahmen zur Abwendung schwerer gesundheitlicher Schäden bis zum Eintreffen der Notärztin oder des Notarztes oder dem Beginn einer weiteren ärztlichen Versorgung durchführen.

Die Prüflinge werden einzeln geprüft. Die Prüfung soll für jeden Prüfling mindestens 30 und nicht länger als 40 Minuten dauern.

Praktischer Teil der Prüfung

Der praktische Teil der Prüfung erstreckt sich auf die Übernahme aller anfallenden Aufgaben einer fachgerechten rettungsmedizinischen Notfallversorgung bei vier vorgegebenen Fallbeispielen. Eines der Fallbeispiele stammt aus dem Bereich der traumatologischen Notfälle, eines aus dem Bereich internistischer Notfälle, eines aus dem Bereich Herz-Kreislauf-Stillstand mit Reanimation.

Studienablauf

Leider ist es immer noch so, dass die Basismaßnahmen von den Rettungskräften vernachlässigt werden. Erfahrungen in den ersten Notfallsanitäterprüfungen haben gezeigt, dass viele Prüflinge wegen fehlender Basismaßnahmen nicht bestanden haben. Unsere Absolventen wissen, dass wir in der Rettungsassistentenausbildung versucht haben, die Basismaßnahmen in jeder Einzelmaßnahme mit mindestens “gut” abzuschließen. Das ist teilweise gelungen. Jetzt gehen wir einen Schritt weiter: Jeder angehende Notfallsanitäter muss alle Basismaßnahmen mit mindestens “gut” abschließen. In den ersten beiden Studienmonaten erhalten Sie deshalb monatlich ein Lehrbriefpaket, mit welchem Sie Basismaßnahmen aus der Rettungsdienstausbildung wiederholen. Falls dabei fachliche Probleme auftreten, stehen Ihnen unsere Fachlehrer per E-Mail zur Verfügung. Danach absolvieren Sie Seminar g1 “Notfallmedizinische Basismaßnahmen”.

Zur Vorbereitung auf das Seminar g2 “Erweiterte notfallmedizinische Maßnahmen” erhalten Sie weitere Lehrbriefe, bevor Sie dieses Seminar absolvieren. Es handelt sich um die erweiterten Maßnahmen aus dem Pyramidenprozess des Bundesverbandes der ärztlichen Leiter Rettungsdienst, welche vom Land NRW vollständig und unverändert in die Ausführungsbestimmungen übernommen wurden. Dort ist festgelegt, wie oft Sie welche Maßnahmen am Phantom üben müssen. Deshalb dürfen Sie erst nach diesem Seminar mit den Praktika beginnen, in denen Sie diese Maßnahmen am Patienten üben sollen.

Nach dem Studium weiterer Lehrbriefe absolvieren Sie das Seminar g7 “Handlungskompetenz”. Erste Erfahrungen haben gezeigt, dass Handlungskompetenzen unterschiedlich gut beherrscht werden. Es ist eben nicht nur wichtig, zu wissen, was man tun muss, sondern auch, in welcher Reihenfolge.

Das letzte Seminar g8 steht als unmittelbares Prüfungsvorbereitungsseminar im Zeichen der Fallbeispiele. Auch die Variablen für die Prüfung werden Ihnen vermittelt.

Die staatliche Prüfung wird von der zuständigen Behörde mit unseren Fachprüfern in unseren Räumen durchgeführt. Dazu ist eine separate persönliche Anmeldung erforderlich, die wir in Seminar entgegennehmen.

Studienplan

Tage Stunden Lehrbriefe
11 Themenbereich 7
6 60 Seminar g1: Basismaßnahmen
4 Themenbereich 7
5 50 Seminar g2: Erweiterte Maßnahmen
5 40 Praktikum Notaufnahme (freiwillig)
5 40 Praktikum Anästhesie (freiwillig)
8 80 Praktikum Lehrrettungswache (freiwillig)
15 Themenbereich 3, 6 und 7
6 60 Seminar g7 “Handlungskompetenz”
6 60 Seminar g8 “Fallbeispiele”
5 Staatliche (Voll-)Prüfung Notfallsanitäter/-in
Urkunde vom Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Düsseldorf:
Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung Notfallsanitäter/-in